Rauchmelder – ein „stiller“ Helfer

Ab dem 1. Januar 2016 gibt es in Niedersachsen die Pflicht Rauchmelder zu installieren. Dies ist eine wirklich gute Sache denn jeden Monat verunglücken rund 35 Menschen tödlich durch Brände. Bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch kann tödlich sein. Gegen Sachschäden kann man sich versichern: Ihr Leben schützen Sie mit einem Rauchmelder der seine Sinne auch dann aktiv hat, wenn wir gerade schlafen oder uns auf andere Dinge konzentrieren. Der Rauchmelder meldet sich lautstark, wenn er eine Verqualmung feststellt. Diese Vorwarnung schenkt einem wertvolle Sekunden, die uns vor dem Tod oder schlimmen Verletzungen schützen können.

Die Anschaffung eines Rauchmelders ist kostengünstig und man kann kaum eine falsche Wahl treffen. Ebenfalls ist die Montage des Geräts einfach und ohne großen Zeitaufwand zu erledigen. Als Mindestschutz sollte man pro Etage einen Rauchmelder im Flur, Kinder- und Schlafzimmer in der Mitte des Raumes anbringen. Als optimaler Schutz zusätzlich in alle Wohnräume, Dachboden und Kellerräume. Und als besonderen Schutz wird ein Sondermelder in der Küche angebracht denn normale Rauchmelder gehören nicht in Räume mit Wasserdampf, wie Küche oder Bad, oder Räume mit einer hohen Staubbelastung. Zigarettenrauch löst übrigens bei den meisten Rauchmeldern nur einen Alarm aus wenn die Zigarette direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

Die Wartung eines Rauchmelders besteht lediglich aus dem Wechseln der Batterie, die sich im Melder selbst befindet.



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Gefährliche Irrtümer

„Wenn es brennt habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Bei allen Bränden entstehen gerade in der Schwelphase schon kurz nach Brandausbruchgroße Mengen hochgiftiger Gase. Es bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht.

„Die Hitze wird mich früh genug wecken.“

Der größte anzutreffende Irrtum: Denn weit gefährlicher als Flammen oder Hitze ist der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar und das Haustier schlafen.

„Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“

Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftung oder ein Brand in der Nachbarwohnung können Sie gefährden.

„Steinhäuser brennen nicht.“

Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen. Nicht abgeschaltete oder defekte elektrische Geräte und überlastete Leitungen sind weitere Gefahrenquellen.

„Rauchmelder sind zu teuer.“

Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?